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Impressum

Eröffnet am 17.2.1992, wurde das Restaurant bereits im November 1993 das erste Mal mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Der Stern wurde danach bis 2010 jedes Jahr wieder vergeben. Auch in den anderen Gastroführern erhielt das Restaurant zum Teil hohe Auszeichnungen. Mit 4 von 5 „Schlemmer- Atlas“- Punkten gelangte es in diesem Guide zeitweise unter die ersten 45 Häuser Deutschlands. Nur dem „Gault Millau“ schmeckte es nie so richtig bei uns.

1994 eröffneten wir im selben Haus noch ein kleines „Bistro“, aus einer Küche kochten dieselben Köche fortan für zwei verschiedene, zweiwöchentlich wechselnde Speisekarten. Die beiden Konzepte existierten nebeneinander unter demselben Dach.Das Bistro wurde vom Michelin kontinuierlich ausgezeichnet mit dem „Bib-Gourmand“ für „besonders sorgfältig zubereitete Speisen mit einem besonderen Preis-Leistungsverhältnis.

2009 begann die kleine Schwester, das „Bistro“, zur Konkurenz zu werden: Die Nachfrage nach unkomplizierter, frischer Küche vergrößerte sich, Buchungen für die aufwändigen mehrgängigen Menüs im Restaurant gingen zurück, auch was Familienfeiern und Geschäftsessen betraf.

Also entschlossen wir uns 2010 zur Konzeptänderung: statt große Menüs auf der einen und gutbürgerliche Tellergerichte auf der anderen Seite bieten wir jetzt nur noch eine Speisekarte, auf der die vermeintlich einfache (aber frisch zubereitete) Linsensuppe ganz locker neben der hochwertigen, feinen Seezunge stehen kann. Aus „Pades Restaurant und Bistro am Dom“ wurde schlicht „Pades Restaurant“. Eine Entscheidung, die nach 17 Jahren mit Michelin- Stern nicht leicht fiel. Als wir den Guide Michelin telefonisch von der Konzeptänderung in Kenntnis setzen wollten, erfuhren wir, dass man den Stern nicht zurückgeben könne, da er einem nicht gehöre, sondern nur verliehen werde – oder eingezogen – meistens mangels Leistung und manchmal wegen einer Konzeptänderung wie in unserem Fall.

Durch den Wegfall des Sternes wurde die Hemmschwelle, die gegenüber damit ausgezeichneten Häusern überall besteht, herabgesetzt, wir sind so gut gebucht wie nie zuvor. Durch den Wegfall der Restaurant-Menüs können wir Zeit gewinnen, uns allen Gerichten und Details mit mehr Konzentration widmen. Auch das betrachten wir als gelungen – was bitte nicht so verstanden sein will, als sähen wir uns als fehlerfrei. Wir arbeiten jetzt daran, zukünftig noch mehr regionale Erzeuger und ihre guten Produkte in die Gestaltung unserer Speisekarten einzubinden.